Montag, 27. August 2012

(Update) Abmoosen der Zelkova serata

Liebe Bonsaifreunde,

das Abmoosen der Zelkove hat teilweise geklappt. Der Nebenast konnte abgeschnitten werden, bei ihm hatten sich genug Wurzeln gebildet. Ich hatte dies bemerkt, weil der Ast auf einmal gelbe Blätter bekommen hatte. Dies war ein Zeichen von Trockenheit, der kleine Topf konnte nicht genug Wasser speichern, als die jetzt neu entstandene Pflanze gebraucht hat. Also musste der Ast von neuen Wurzeln versorgt werden, nicht von den Alten unten in der großen Schale! Dort war es immer feucht genug.
Mit großer Anspannung entfernte ich den Topf:








Leider hat es beim oberen Teil nicht geklappt, hier war die abgerindete Stelle zu schmal, so daß sich ein Wundkallus als Brücke bilden konnte! Also habe ich kurzerhand weiter oben nochmals einen breiteren Streifen abgeschnitten, zusätzlich habe ich einen Draht herumgespannt, in der Hoffnung, daß die Zeit zum Oktober hinein für neue Wurzeln noch ausreicht. Es wird knapp! Wenn nicht, stelle ich den Baum in den Keller, wo ein Klima herrscht, daß den Baum auch im Winter das überleben mit der Wunde sichern sollte. Ein Hormon zur Unterstützung der Wurzelbildung sollte helfen, im Zeitplan zu bleiben.





Bis bald, wünscht mir Glück!

André

Kommentare:

  1. Toller Blog, sehr aufschlussreich, hast deine erste Leserin. Würde mich über Gegenverfolgung freuen.

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    1. Freut mich daß er Dir gefällt, hab mich bei Dir auch eingetragen :)
      Bald schreibe ich ein paar neue Sachen!
      Viele Grüße

      André

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  2. Ich schließe mich Romy an! Klasse Blog!
    Ich wusste zwar, dass Bonsai züchten auch eine Kunst ist, aber wie genau es funktioniert und was für Arbeit dahinter steckt, konnte ich nicht erahnen!
    Das ruft nach einem neuen Hobby! XD

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    1. Jep, Bonsai ist sehr arbeitsintensiv, aber eigentlich nicht sehr schwer, wie es viele Denken. Ein paar Grundregeln beachten, sich über Pflegeaufwand der zu gestalteten Bäume informieren, und es kann losgehen. Bonsai werden aber nicht gezüchtet, sondern Gestaltet oder Herangezogen. Züchten heisst ja, eine neue Sorte zu generieren :)
      Falls es Dich interessiert, schau mal bei Youtube nach meinem Kanal "BonsaiOnline". Hier sammele ich viele Videos über Bonsai, mache Playlisten damit das Recherchieren und gucken einfacher ist. Auch interresant für Dich könnte mein Google+ Account "BonsaiOnline" sein, wo ich Kurzinfos poste. Hier:
      https://plus.google.com/102690549217606509755

      Damit müsste ich Dich noch mehr ins Hobby Bonsai stubsen können :D

      Viel Spass und bis bald.

      André

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  3. mit mir ebenso eine neue leserin ;) habe eine frage zu deiner abgemoosten zelkova, denn ich verstehe nicht recht wenn du sagst der kleine topf konnte die neue pflanze nicht mit genug wasser versorgen. ich hatte immer gedacht, solange die pflanze noch mit dem hauptstamm verbunden ist, versorgt dieser auch weiterhin den abgemoosten teil. denn die leitbahnen sind ja nach wie vor verbunden. somit würde ich denken, dass bei trockenheit höchstens die neuen wurzeln absterben. mag mich irren, hoffe du weißt da mehr und kannst mich aufklären.

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    1. Hallo Janine,

      ich freue mich :) Danke für´s abbonieren!

      da ist eigentlich in der Tat nicht ganz einfach, ic habe erneut recherchiert und auch einen Biologen gefragt. Es bildet sich am Anfang, nach dem die Wurzeln gebildet wurden, ein doppeltes Versorgungssystem aus dem Splintholz.

      D.h. der neue Baum wird von den alten und den neuen Wurzeln gleichzeitig versorgt, und zwar so lange, bis die Wurzeln entwickelt genug sind, die Aufgabe selbst zu übernehmen. Auch wird das Splintholz mit der Zeit zum Kernholz, ist also sozusagen Totholz, dass nur noch zur Stütze dient. Die alten Wurzeln greifen irgendwann nicht mehr, da die Verbindung durch dieses Dickenwachstum gekappt wird. Einen genauen Zeitpunkt der Abspaltung konnte mir selbst der Biologe nicht nennen. Da meine Blätter aber gelb wurden, weil die Wassermenge im kleinen Topf aufgebraucht war, ist die Warscheinlichkeit sehr groß, daß die Wurzeln die Aufgabe schon komplett übernommen hatten. Vor allem, weil die Äste, die der Baum unter der abgemoosten Stelle gebildet hatte, keine Anzeichen einer Trockenheit zeigten.

      Bei längerer Trockenheit sterben die neuen Wurzeln aber ab, das hast Du richtig erkannt. Dann kann der neue Baum zwar noch für einen kurzen Zeitraum von den alten Wurzeln versorgt werden, aber er wird die Spitze abstoßen, da diese keine Nährstoffe mehr nach unten transportieren kann und der Baum diese nicht mehr benötigt.

      Ich hoffe ich konnte Dir zum Verständnis helfen :)

      Viele Grüße

      André

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